Da ist ein Baum.
Da ist ein Baum.
Neben dem Baum
liegt funkelnd neu
die Motorsäge bereit.
Ein stählerner Vogel äugt und schweigt
auf uns von der Krone herab.
Irr treiben die Zweige durch die Zeit,
Zeichen um Zeichen
in den Stamm geritzt
weisen uns in die Wirre.
Nur die Wurzel vom Leben entfacht
zieht ein Lied aus der Tiefe:
wir verlassen zusammen
die verdrahtete stadt
wir kehren ihr einfach den rücken
von grenze zu grenze ins
weite land ins land
der singenden birken
da bauen wir ein kleines haus
und lassen die fenster offen
da wo die winde wilde wehn
im land der winde und wolken
Neben dem Baum liegt
funkelnd neu
die Motorsäge bereit. –
Noch ist der Baum,
Noch ist der Baum.
Da ist noch immer unser Baum.
